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Generation 3

– „das Alter wird immer länger“

Durch höhere Lebenserwartung und verkürzte Arbeitszeit wird das Seniorenalter zu einem oft Jahrzehnte währenden Lebensabschnitt. Für diesen Abschnitt fehlt es unserer Gesellschaft an Modellen. Sowohl in betrieblichen als auch in familiären Zusammenhängen sind die „Alten“ längst nicht mehr selbstverständlich integriert. Damit wird ein großer und existentieller Bereich unseres Lebens ausgeblendet und negiert: Unser aller zwangläufiges Älterwerden – die Schönheit und Würde und Weisheit des Alters (neben ihren Gebrechen) – und unsere Möglichkeiten, vom Alter und den Alten zu lernen und als Gesellschaft von ihrer Erfahrung zu profitieren.

Mit einer Fotoserie möchte ich das Lebensumfeld, die Träume, die Selbstwahrnehmung von Senioren oder Greisen erkunden und ihnen ein Gesicht geben. Ein Gesicht, das möglicherweise abweicht vom Klischee der „glückseligen Senioren“ der Werbung, den Sozialreportagen über die „armen Alten“ oder dem Bild, was wir von unseren eigenen senilen Angehörigen haben.